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2. Herren: Hinrundenzusammenfassung Drucken E-Mail
Veröffentlicht von Oliver Crone   
Donnerstag, 27. Dezember 2012

Dank Rekordflut: Aufstieg in Sichtweite - Zweite Männermannschaft überwintert auf Platz 2

Es ist die vierte Saison seit dem Abstieg aus der 1. Kreisklasse im Jahre 2009. Bislang hat es für die zweite Mannschaft seit dieser sportlichen Offenbarung in jedem Jahr Verbesserungen gegeben. Nach Platz 11 mit 35 Zählern (65:75 Tore) folgten zwei vierte Plätze mit 51 (85:68 Tore) bzw. 54 Punkten (82:47 Toren).

 

Für Trainer Oliver Crone, der gerade in seiner zweiten Saison die Amtsgeschäfte inne hat, stand schon im Sommer des vergangenen Jahres fest, dass der Weg nach oben fortgesetzt werden solle: Mindestens Platz drei hieß das ehrgeizige Ziel. Und nach dem Abschluss der ersten Halbserie ist die Zweite voll im Plan. Es stehen zwar noch einige Nachholspiele der Hinrunde aus, doch der momentane zweite Tabellenplatz täuscht nicht darüber hinweg, dass pünktlich zum 100. Vereinsjubiläum des TFV sogar der große Wurf, nämlich die Rückkehr in die zehnte Liga, die 1. Kreisklasse, geschafft werden kann. Dazu hat die Mannschaft um Kapitän Rico Haym bisher eine rekordverdächtige Bilanz: elf Siege, nur drei Niederlagen, 48 geschossene, lediglich 16 kassierte Tore, bereits 33 Punkte. Wenn es so weiter geht, werden die Werte der Vorjahre wieder übertroffen. Und für die Hinrunde gilt trotz eines Nachholspiels schon jetzt: In den vergangenen zehn Spielzeiten war die Zweite nie erfolgreicher.

Ob die ersehnte Rückkehr in die zweithöchste Kreisspielklasse gelingen wird, ist dennoch nicht nur aufgrund der Tatsache fraglich, dass ab Mitte Februar noch 16 Punktspiele zu absolvieren und damit 48 Punkte zu holen sind. Mit Juventas Crew Alpha hat sich bereits eine Mannschaft deutlich genug abgesetzt, sodass für Brieselang II, Ketzin/Falkenrehde, UFK Potsdam 08, Golm/Töplitz II und unsere Mannschaft nur noch ein Aufstiegsplatz übrig bleiben wird. Und diese fünf Vertretungen liegen tabellarisch noch sehr eng beieinander.

Angesichts der tollen Ausgangssituation sind die drei Niederlagen – jeweils nur mit einem Tor Differenz – umso ärgerlicher. Gegen den Spitzenreiter Juventas Crew Alpha, bespickt mit vielen Akteuren, die einst höherklassig aktiv waren, hielt unsere Elf prima mit, sodass die Zuschauer beim 0:1 unter Flutlicht an jenem Freitagabend eines der besten Spiele dieser Liga überhaupt zu sehen bekamen. In Brieselang führte unsere Mannschaft bis kurz vor Schluss mit 2:1, um in der Nachspielzeit noch einen Gegentreffer zur 2:3-Niederlage zu kassieren. Und in Ferch sorgte eine schwache erste Halbzeit ebenfalls für eine 2:3-Niederlage.

Die positiven Momente überwogen aber eindeutig. Hervorzuheben sind dabei die bisher 14 Saisontore von Steve Wehle ebenso wie die zehn von Neuzugang Steven Schleker, der dabei nicht nur als Angriffsspitze in vorderster Linie agieren kann, sondern ebenso zentral im Mittelfeld oder sogar als defensiver Mittelfeldspieler. Auch sein Bruder Kevin sowie Nicolas Hofmann schafften als „Neuverpflichtungen“ auf Anhieb den Sprung in die Stammelf. Und eine besondere Freude macht das TFV-„Eigengewächs“ Oliver Müller, der in der Defensivarbeit bereits zu einer wertvollen Stütze geworden ist. Trainer Oliver Crone und sein Assistent Marcus Lukas – letzterer trotz lädierter Gelenke selbst zuweilen noch aktiv – bauen jedenfalls auf den 19jährigen.

Aber nicht nur diese fünf sorgten für den weiteren Aufschwung bei der Zweiten. Es sind auch die bereits etablierten Spieler, die schon seit Jahren „einen guten Job“ machen und bestrebt sind, sich ständig zu verbessern. Über Kapitän Rico Haym müssen keine Worte mehr verloren werden; Marcus Bertelmann – zuletzt wieder als Libero eingesetzt – und Christian Baatz gehören ebenso schon seit gut einem Jahrzehnt zum Inventar der TFV-Männermannschaften und haben ihren Anteil an der Entwicklung der Truppe wie auch Torhüter Justin Tygör, der derzeit mannschaftsintern absolut konkurrenzlos ist und sich – mit dankenswerter Unterstützung des Torwarttrainers Jörg Radeck – zu einem Meister seines Faches entwickelt hat. Gleiches gilt für Daniel Ziggel. Für das gute Klima in der Truppe, die immerhin knapp über 20 Spieler umfasst, sorgen ebenso Daniel Schultz, Florian Rother, Thomas Bath oder die drei „Alten“ Andreas Puhl (37), Mathias „Ruppi“ Rupnow (demnächst 39) und Volkmar Herkner (46). Insgesamt stehen 22 Spieler im Kader, von denen Johannes Tesch und Uwe Käkenmeister noch nicht zum Einsatz kamen. Auch Stefan Preuß kam aufgrund seiner beruflichen und privaten Verpflichtungen nicht so zum Zuge, gehört aber fest zum Kader. Das trifft gleichfalls auf Gordon Linke zu, der sich bereits am 3. Spieltag einen Kreuzbandriss zuzog und seitdem leider verletzungsbedingt ausfällt. „Gordi“ wird sicherlich noch stärker auf den Platz zurückkehren, und ebenso ist zu hoffen, dass sich Kevin Schleker im letzten Spiel vor dem Jahreswechsel nicht allzu schwer verletzt hat.

Neben diesen Spielern kamen Dennis Patscha und Andy Herbrig von unserer Landesklassenelf zum Einsatz. Während Dennis seit Jahren der Zweiten verbunden ist, konnte Andy hier erstmals Spielpraxis sammeln. Und auch er – so hatte man den Eindruck – fühlte sich in unserer Elf durchaus wohl. Mit gefühlten zehn Torvorlagen und einem Treffer bei seinen vier Einsätzen hat er seinen Anteil an der erfreulichen Zwischenbilanz der Zweiten.

Zu den positiven Entwicklungen zählt schließlich die Bilanz im Fairplay. Bislang musste kein Teltower Spieler mit „Rot“ oder „Gelb-Rot“ vorzeitig den Platz verlassen, und es könnte sogar erstmals seit Jahren passieren, dass kein Spieler wegen fünf gelber Karten einmal aussetzen muss. Dennoch hat es eine Sportgerichtsverhandlung mit Beteiligung unserer Zweiten gegeben. Nachdem das Spiel gegen Eintracht Potsdam-West abgebrochen werden musste, bekam aber unsere Elf die Punkte zugesprochen. Hier erhielt der bestens funktionierende Ordnungsdienst um „Chef“ Roland Dressler unseren Beifall, wie generell den Helfern im Hintergrund zu danken ist, allen voran „Zeugwart“ Günter Dubielzig.

Für Trainer Crone und seinen „Co“ Lukas wird es im kommenden Frühjahr darauf ankommen, die Mannschaft weiter in der Spur zu halten und sowohl aus ihr für die wichtigen Spiele gegen die direkte Aufstiegskonkurrenz die entscheidenden Prozentpunkte herauszukitzeln als auch gegen vermeintlich schwächere Gegnerschaft keine Nachlässigkeiten zuzulassen. Neben den Ergebnissen ist es dem Trainerduo zudem immer wieder wichtig, die spielerische Qualität zu verbessern. In diesem Kontext könnte sich „die Systemfrage“ – Viererkette oder Manndeckung – von Neuem stellen. Und wenn alles gut läuft, ist der Aufstieg im Juni 2013 – zehn Jahre nach dem Aufstieg der damaligen dritten TFV-Mannschaft – und damit die Rückkehr in die 1. Kreisklasse für die letzte Saison im Fußballkreis Havelland-Mitte 2013/14 machbar. Zu überbieten wäre dieses nur noch, wenn auch unsere erste Mannschaft zum 100. Vereinsjubiläum einen Anlass zum Feiern – Landesligaaufstieg oder Kreispokalsieg – mitliefern würde. Dafür drücken wir der Ersten (wie auch allen anderen TFV-Mannschaften) kräftig die Daumen.

Volk.

 
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