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Team "C1": Kampfgeist und Nervenstärke bescheren Rübchen wichtigen Auswärtspunkt Drucken E-Mail
Veröffentlicht von MiZi   
Sonntag, 11. November 2012

Mit einem 2:2-Auswärts-Punkt bei den Potsdamer Kickers verschaffte sich das Team "C1" des Teltower FV ordentlich Luft auf die Abstiegsplätze der Landesklasse Süd und kuschelt sich langsam aber sicher im Mittelfeld der Tabelle ein. Erst ein herrlicher Freistoß der Potsdamer in der zweiten Hälfte des Spiels kickte die sehr diszipliniert auftretenden Rübchen von der Siegerstraße. Am Ende erscheint das Ergebnis aufgrund der robusten Spielweise beider Teams und der ungewöhnlichen Platzverhältnisse aber durchaus gerecht.

Minidom hieß eine in der Nähe Düsseldorfs beheimatete Miniaturwelt für Kinder. Das war auch ein großer Spaß für Erwachsene, die wie Gulliver einst, über selbst große Häuser und Bauwerke einfach hinweg schreiten konnten. Einen modernen Ableger des heute längst geschlossenen Vergnügungsparks können Fußball-Interessierte im Bornstedtischen Potsdam erleben: den wahrscheinlich kleinsten Fußballplatz der Welt. Wäre Fußball auf diesem Platz erfunden worden, so bestünde eine Mannschaft aus weniger Spielern als den bekannten elf.

Für alle diejenigen, die sich das nicht vorstellen können, sei gesagt, dass sich dort ein Eckball quasi an der Strafraumgrenze abspielt. Es fehlen also gute zehn Meter Luftfahrt des Balles auf jeder Seite. Und das die Länge nicht wichtig sei, mag ja für wesentliche Dinge des Lebens gelten, für Fußballplätze bedeutet jeder Zentimeter mehr jedoch definitiv Raum für höhere Spielkultur. Die jeweiligen Torhüter jedenfalls mussten ihre Abschläge schon ordentlch einbremsen. Bis das aber die Rübchen auf ihren persönlichen Spielfeldmarkierungen eingenordet hatten, stand es schon 1:0 für die Kickers. Und das nach wenigen Sekunden.

Lukas in der 18. Minute mit einem 1A-Stürmer-Tor aus kurzer Entfernung sowie Marius in der 28. Minute mit einem Klasse-Abstauber neben den linken Pfosten drehten unterdessen das Spiel für die Rübchen, die die sehr eindimensional taktierenden Kickers im Weiteren immer wieder ins Leere laufen ließen.

Potsdam verließ sich dabei zunächst auf eine durchaus harte Gangart. Da wurde auf dem sandigen Plastikgrün oft mehr geschoben, als bei einem Intensiv-Tangokurs. Zudem kaprizierte sich die offensive Einfalt der Kickers auf ihren einsamen Stürmer. Der aber sollte einen äußerst unerfreulichen Tag erleben.

Die Betagteren der geschätzten Leserinnen erinnern sich womöglich noch an ihre Tanzkarte. Das ist, sagt Alleswisser Wikipedia, eine gedruckte Karte, auf der die Besucherin eines formellen Tanzballs ihre Tanzpartner für die einzelnen Tänze des Abends eintragen kann. Nun, dass Rübchen-Verteidiger Jonas ein Ball-Dame wäre, ist ausgeschlossen, als Ball-Junge jedoch hatte er sich diesen einen Stürmer in die Tanzkarte eingetragen - und zwar für alle Tänze. Der bedauernswerte Stürmer wiederum hatte sich gerade einmal in der Halbzeitpause von seiner hartnäckigen Klette befreien können. Im Ruhrgebiet hat man bei dieser Art von Manndeckung immer gesagt: "Mensch, der rennt dem noch bis auf dem seine Oma ihre Couch nach".

So blieben die Potdamer in der Spitze stumpf und konnten sich nur durch die eingangs erwähnte Standardsituation vor einer Heimpleite retten.

Aus Potsdam C1-Reporter Heinrich Schmidt-Schleicher

 

 

 
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