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2. Herren: Sonne und Sieg beim Debütantenball in Glindow Drucken E-Mail
Veröffentlicht von Oliver Crone   
Montag, 21. Mai 2012

27. ST.: So., 20.05.2012: Eintracht Glindow II – Teltower FV II 0:2 (0:0)

 


TFV II:S.Birner – Bertelmann – Fellenberg, Puhl – Ziggel, Lukas (62. Herkner) – Baatz, I. Hecht, Haym (Kap./V), Linke (V/28. Bath/69. St. Preuß) – Wehle.

Tore: 0:1 Fellenberg (66.), 0:2 Wehle (89.).

Schiedsrichter: Michael Wojtecki (Dallgow).


Zur Lage: Die nicht ganz einfache Aufgabe bei der im Frühjahr erstaunlich erfolgreichen Eintracht-Zweiten löste unsere Elf an diesem sonnenreichen frühen Sonntagnachmittag auf dem noch immer neu wirkenden Glindower Kunstrasen mit einiger Mühe. Sie blieb damit letztlich zum neunten Mal in Folge ohne Niederlage und festigte durch den verdienten Auswärtssieg ihren vierten Tabellenplatz. Gleichzeitig hielt sie den Druck auf den Tabellendritten Saarmund II aufrecht. Am Erfolg hatten vor allem auch zwei Debütanten ihren nicht unerheblichen Anteil. Der 20jährige Torhüter Sebastian Birner stand erstmals im Kasten der Zweiten, und der mittlerweile 43jährige Ingo Hecht kam ebenfalls zu seinem Premiereneinsatz in einem Punktspiel des TFV II.

Personal: Weil der etatmäßige Torhüter Tygör und Angriffsroutinier Rupnow jeweils urlaubsbedingt fehlten, musste Trainer Crone gegenüber der Vorwoche zwei Wechsel vornehmen. Die beiden Debütanten S. Birner und I. Hecht aus der ersten Mannschaft rückten dafür in die Startelf.

Taktisch wurde zunächst auf eine „echte“ (Wehle) und zwei „hängende“ (Haym, I. Hecht) Spitzen umgestellt. Die „Doppelsechs“ (Ziggel, Lukas) blieb erst einmal erhalten, wurde aber aufgrund der eher defensiven Aufstellung der Gastgeber alsbald aufgelöst. So schob sich Ziggel auf die linke Bahn, während Bath – nach nicht einmal einer halben Stunde für den angeschlagenen Linke eingewechselt – in den Sturm neben Wehle ging.

Mitte der zweiten Halbzeit kam Herkner für Lukas ins Spiel; dann wurde St. Preuß für Bath eingewechselt, wobei Ziggel wieder auf die „Doppelsechs“ zurückkehrte.

Auf der Bank blieb diesmal der ohnehin leicht angeschlagene Tesch.

Nicht im Kader waren neben den verreisten Tygör und Rupnow auch Rother (ebenfalls verreist), Börner, Sommer, Peschl (alle Trainingsrückstand), Schultz (Außenbandriss) sowie Rathe (vereinsintern gesperrt).

Spielverlauf: Die hohe Sonneneinstrahlung auf dem schattenfreien Glindower Kunstrasen prägte bei Temperaturen um die 25 Grad – auf dem Geläuf mögen 35 Grad geherrscht haben – von Beginn an das Geschehen. Unter diesen erschwerten Bedingungen schien das Teltower Spiel gerade in Fragen der Präzision arg zu leiden. Zwar forderte I. Hecht als lautstarker Verteiler die Bälle, aber immer wieder wurden die Pässe nicht genau genug gespielt, und so mancher längerer Laufweg wurde eben nicht gegangen. Dadurch trumpfte unsere Elf zwar mit der besseren Spielanlage und technischen Vorteilen auf, aber die erste gute Chance besaß der zunächst nur mit langen Pässen agierende Gastgeber, als Schauksdat nach einem Freistoß neben das Tor köpfte (3.). Auf der Gegenseite setzte Lukas mit einer schönen Einzelaktion und einem überraschenden Rechtsschuss von der linken Seite auf die kurze Ecke das erste Achtungszeichen. Torhüter Tamm war jedoch noch zur Stelle (8.). Zwei richtig dicke Gelegenheiten, jeweils im Doppelpack, ließ unsere Elf vor der Pause noch liegen, als erst Baatz aus Nahdistanz an einem Glindower auf der Torlinie scheiterte, bevor Tamm beim Nachschuss zur Stelle war (13.), und dann dem gerade eingewechselten Bath nach einem Eckball beinahe die Wiederholung wiederfuhr (30.). Was für Chancen wollte unsere Elf noch haben, um endlich und verdient in Führung zu gehen? Der 20-m-Schuss von Linke rauschte zudem über den Kasten (23.).

Die zuweilen tief stehenden Gastgeber ließen ansonsten aber wenig zu, verteidigten mit einem starken Strickert und dem Routinier Bardeleben clever ihr Tor. Zwar gaben sie phasenweise ihr offensives Mittelfeld preis, aber mit weiten Schlägen aus der Abwehr konnten sie auch ihre Spitzen zuweilen in Szene setzen. Dabei war vor allem Schauksdat auffällig, während im Mittelfeld Reso mit seinen technischen Fertigkeiten am ehesten so etwas wie Linie in das Eintracht-Spiel bringen konnte.

Mit zunehmender Dauer ließ auch die Zielstrebigkeit unserer Elf nach, sodass die Schlussphase der ersten Halbzeit nahezu ohne Höhepunkte blieb. Dann allerdings durfte sich unsere Elf plötzlich bei Manndecker Fellenberg bedanken, dass es torlos zur Pause ging, rettete er doch in höchster Not clever auf der Torlinie (45.).

Zu Beginn der zweiten 45 Minuten deutete eigentlich wenig darauf hin, dass unsere Elf die Partie nun für sich entscheiden würde. Zwar mühten sich Haym und I. Hecht in der Zentrale um Ideen, doch die Angriffswirkung blieb bescheiden, der letzte Zug zum Tor fehlte. Noch einmal hatte unsere Elf richtig viel Glück und es der starken Doppelparade von S. Birner zu danken, dass sie ohne Gegentreffer blieb, als er eine gute Gelegenheit der Heimischen vereitelte (60.). Wenig später ging dann aber doch unsere Elf in Führung. Bei einem Freistoß hatte I. Hecht das Leder wunderschön an der Abwehrmauer vorbei in den Lauf von Fellenberg gelegt, der aus halbrechter Position überlegt vollendete (66.). Der Bann war gebrochen!

In der Folgezeit investierte die Eintracht mehr in ihr Angriffsspiel, doch zwingende Gelegenheiten sprangen kaum heraus. Auf der anderen Seite hatte unsere Elf über Haym und Wehle, der zweimal an Tamm scheiterte (82., 86.), noch die eine oder andere Gelegenheit eines schnellen Gegenangriffs, doch auch hier fehlte es oft an letzter Präzision. Haym verpasste bei einer Kopfballgelegenheit ebenfalls die Entscheidung (88.). Die Gastgeber kamen indes zu einigen Freistoßsituationen in Strafraumnähe, konnten daraus aber kein Kapital schlagen. Ein 25-m-Freistoß klatschte noch auf die Teltower Torlatte, und Fellenberg bügelte seinen eigenen Stellungsfehler geradeso vor einem Eintracht-Stürmer aus (87.). Schließlich leitete Torhüter S. Birner einen Gegenangriff ein; das Leder erlief sich über Umwegen Wehle, der aus nahezu unmöglicher Lage den Ball von der rechten Außenlinie aus gut 30 Metern aus der Drehung auf das von Schlussmann Tamm verlassene Tor brachte, sodass es schließlich sogar zum 0:2 einschlug (89.) – ein phantastischer Treffer des bis dahin zwar emsigen, aber glücklosen Torjägers! Damit war die Partie durch, und unsere Elf konnte mühsam, aber verdient die drei Punkte einsacken.

Schiedsrichter: Der erfahrene Unparteiische leitete gewohnt zuverlässig und souverän. Zwei gelbe Karten für TFV-Akteure musste er verteilen; ansonsten aber hatte er wenig Arbeit. Er gönnte den Mannschaften angesichts der brütenden Hitze auf dem Geläuf in beiden Halbzeiten sogar jeweils eine kleine zusätzliche Trinkpause (30., 75.).

Fazit: Auch wenn die Zweite keine grandiose Leistung ablieferte, gewann sie ihr vorletztes Auswärtsspiel zwar mit etwas Mühen, letztlich aber aufgrund der technischen Vorteile, der besseren Spielanlage und dem Plus an Torchancen durchaus verdient.

Vorschau: Im vorletzten Heimspiel empfängt die Zweite am Sonntag nach Pfingsten die Dritte der SG Michendorf. Die Gäste haben als Aufsteiger eine bemerkenswert gute Saison gespielt. Auch wenn sie mittlerweile nur noch geringe Aussichten auf den wahrscheinlich eine Relegationschance bedeutenden dritten Tabellenplatz haben, so werden sich die Michendorfer in Teltow sicherlich nach Kräften wehren und versuchen, unserer Elf in diesem „Beinahe-Derby“ die Suppe kräftig zu versalzen. Der Liga-Rückkehrer war von Beginn an im Vorderfeld des Klassements platziert. Das Hinspiel hatte unsere Elf Ende November 2011 in Michendorf nach Treffern von Wehle und Schultz mit 2:1 gewonnen, wobei einer souveränen ersten Halbzeit eine etwas „wacklige“ zweite folgte, in der die Gastgeber kurz vor Schluss (88.) durch einen zweifelhaften Strafstoß noch verkürzen konnten.
 
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