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Veröffentlicht von Teichert Mario   
Montag, 19. September 2011

5. ST.: Sa., 17.09.2011: Teltower FV II – Werderaner FC III 3:4 (0:2)
TFV II: Rathe – Bertelmann (72. Gelb-Rote Karte) – Lukas, Fellenberg – Tesch (46. Puhl), Ziggel (Kap./46. Patscha) – Schultz, Börner (57. Rupnow), Linke – Wehle, Dahlmann (25. Gelb-Rote Karte).
Tore: 0:1 Grzybek (36.), 0:2 Grzybek (41.), 1:2 Wehle (56.), 2:2 Wehle (58.), 2:3 Kleissel (71.), 2:4 St. Sorgatz (75.), 3:4 Wehle (90.+2, Strafstoß).
Besondere Vorkommnisse: Dahlmann (Meckern/Unsportlichkeit, 25.) und Bertelmann (Foulspiel/Foulspiel, 72.; beide TFV II) sahen die Gelb-Rote Karte.
Schiedsrichter: Lars Ruderisch (Seddiner See).

 

Zur Lage: Es bleibt dabei: Auf eigenem Platz verschenkt die Zweite weiterhin großzügig die Punkte. Diesmal durfte sich der Werderaner FC III glücklich schätzen, ohne besser gewesen zu sein, die Zähler von der Teltower John-Schehr-Straße mitgenommen zu haben. Die 3:4-Niederlage hatte sich unsere Mannschaft nun wahrlich selbst zuzuschreiben. Nach überlegen geführter Anfangsphase ohne Treffer brachte sie eine unnötige Gelb-Rote Karte aus dem Tritt, und nach der zweiten Gelb-Roten Karte war das Spiel trotz ordentlicher Gegenwehr endgültig verloren. Mag man über das – gemessen an diesen Umständen – respektable Resultat noch staunen, so kann die Niederlage nicht darüber hinwegtäuschen, dass es ein aus Teltower Sicht absolut unbefriedigender Nachmittag war. Auch im dritten Spiel dieser Saison vor eigenem Publikum wurde nicht gewonnen. Und durch die nun schon dritte Niederlage insgesamt liegt unsere Elf nach dem fünften Spieltag meilenweit hinter den selbstgestellten Ansprüchen zurück.

Personal: Mit einer zumindest teilweise überraschenden Aufstellung versuchte Trainer Crone, die Serie der sieglosen Heimspiele zu durchbrechen. Mit Lukas, Saisondebütant Tesch und Schultz rotierten für Bath, Puhl und Rother drei Spieler neu in die Anfangself. Bertelmann übernahm den Libero, Tesch agierte neben Ziggel im defensiven Mittelfeld, und für den zur (eigenen!) Hochzeit weilenden etatmäßigen Kapitän Haym durfte erneut Börner in der Zentrale spielen.
Zur Pause gab es gleich zwei Wechsel. Puhl und Patscha kamen für Tesch und den angeschlagenen Ziggel, sodass Lukas auf die „6“ ging, während Patscha in die Spitze rückte. Später kam Rupnow für den Angriff anstelle von Börner, sodass sich Patscha ins Mittelfeld fallen ließ. Nach „Gelb-Rot“ gegen Bertelmann agierte Patscha schließlich in der Defensive.
Auf der Bank blieben diesmal Tygör (Tor), Herkner und Peschl. Dagegen waren Bath (Spiel mit dem Nachwuchs), Haym, St. Preuß, Rother (alle verhindert) und Sommer (nicht spielberechtigt) nicht im 17er Kader.
Spielverlauf: Wer lediglich die ersten 25 Minuten der Partie gesehen hatte, wird sich später ob des Endergebnisses wohl mächtig gewundert haben. Zu eindeutig bestimmten die keineswegs überragend aufspielenden Heimischen das Geschehen, sodass es nur eine Frage der Zeit schien, bis unsere Elf in Führung gehen würde. Wacklig stand die WFC-Abwehr, und nur wenig konnten die Gäste-Spieler im Spiel nach vorn bewirken. Bereits nach fünf Minuten standen drei dicke TFV-Chancen auf dem Notizzettel, doch nach dem Sololauf von Lukas durch das Mittelfeld war sein Abschluss aus 18 Metern zu schwach, um WFC-Torhüter Friese zu gefährden (1.). Dann traf Linke nach Flanke von Schultz krachend nur den Pfosten (3.), und schließlich hielt Friese mit Fußabwehr auch gegen Dahlmann nach dessen Dribbling (5.). Danach stabilisierte sich die Gästeabwehr zwar etwas, aber noch einmal kam sie gehörig durcheinander, als erst Schultz bei seinem Flankenlauf an Torhüter Friese scheiterte und Dahlmann den Abpraller über das Tor hob (20.). Auf der Gegenseite war eine Flanke, an der TFV-Torhüter Rathe vorbeisegelte, noch die gefährlichste Aktion (12.).
Den Bruch im Spiel gab es, als nach einem Zweikampf Wehle liegen blieb und Sturmkollege Dahlmann heftig reklamierte (25.). „Gelb“ für Dahlmann war die logische Folge, und weil der Angreifer gleich noch einen Kommentar hinterher schickte, durfte er mit „Gelb-Rot“ zum Duschen.
Zunächst wirkte der Platzverweis eher motivierend auf die Heimischen, und Linke hatte bei seinem Flankenlauf Pech, denn Grzybek fälschte die Eingabe an die Torlatte ab (33.). Dann aber gingen die Gäste mit der ersten „echten“ Möglichkeit in Führung, als Grzybek am Strafraum nicht energisch bedrängt wurde und in den Dreiangel traf (36.). Es folgte ein mächtiger Schuss von Schellhase an die Unterlatte (38.), ehe erneut Grzybek nach feinem Passspiel im Mittelfeld ungestört auf den 16er zulaufen und abziehen konnte. Flach schlug das Geschoss aus 18 Metern zum 0:2 ein (41.), und noch einmal durfte Grzybek – in jener Phase überragender Mann im Mittelfeld – ungestört mit Ball am Fuß laufen und abziehen. Diesmal traf er die Latte (45.), sodass die 2:0-Führung für die Gäste aufgrund der Chancen in den letzten zehn Minuten vor der Pause nicht einmal unverdient war. Auf der Gegenseite war der Spielfaden vollständig gerissen. Einzig Ziggel hatte nach einem weiten Ball noch eine Gelegenheit, bekam das Leder aber am Elfmeterpunkt nicht unter Kontrolle (37.).
Zur Pause gab es auf Teltower Seite einige Umstellungen, und mit frischem Elan und offensiver Ausrichtung kam die Zweite aus der Pause. Ein herrlicher langer Pass von Patscha konnte von Schultz 14 Meter vor dem Tor leider nicht verwertet werden (50.), doch dann hauchte Wehle, der bei einem Eckstoß von Linke per Kopf vor Torhüter Friese am Leder war, dem TFV-Spiel neues Leben ein (56.). Der Doppelschlag war perfekt, als Wehle, im Duett mit Patscha, im 16er zum Abschluss kam und zum 2:2 traf (58.).
Nun war Feuer im Spiel, und die Partie hätte zugunsten unserer Zweiten kippen können. Der Freistoß von Patscha ging aber knapp am Tor vorbei (64.). Von den Gästen war lange Zeit nichts mehr zu sehen. Dann aber nutzten sie ihre Chancen eiskalt. Der eingewechselte Kleissel hatte auf Linksaußen reichlich Platz, zog dann nach innen und traf zum 2:3 (71.). Nur vier Minuten später durfte St. Sorgatz aus 18 Metern schießen, trocken schlug das Leder flach im Eck zum 2:4 ein (75.). Kurz zuvor war Bertelmann nach einem taktischen Foul zu Recht mit „Gelb-Rot“ vom Platz geflogen (72.).
Die Partie war damit eigentlich entschieden, und die Gäste um Kapitän Krüger spielten nun einen ruhigen Ball. Bei einem Schuss von Grzybek war TFV-Torhüter Rathe noch einmal zur Stelle (83.), und Schultze schoss aus 18 Metern über den Kasten (85.). Auf der Gegenseite versuchte unsere Mannschaft, sich trotz zweifacher Unterzahl noch Torchancen zu erspielen. Den Kopfball von Wehle auf Flanke von Rupnow hielt Friese aber (84.). Dann durfte Wehle allerdings doch seinen dritten Treffer erzielen. Nach gutem Einsatz von Rupnow wurde Schultz im Strafraum zu Fall gebracht, den Elfmeter verwandelte Wehle zum 3:4-Endstand (90.+2). Dieser Treffer in zweifacher Unterzahl zeigte noch einmal deutlich vor Augen, was an jenem Tage bei einer vollständig gebliebenen Teltower Elf möglich gewesen wäre.
Schiedsrichter: Auch wenn es unsere Zweite nicht wahrhaben wollte: So enorm viel hatte der Referee gar nicht falsch gemacht. Beide Gelb-Roten Karten waren (auch nach Aussage des zuschauenden Kreisliga-Schiedsrichters Weber) berechtigt, die an Bertelmann hätte bei strenger Regelauslegung sogar bereits einige Minuten früher kommen können. Dass sich unsere Mannschaft durch das ständige Reklamieren selbst schadete, ist hinreichend bekannt, aber einmal mehr nicht beachtet worden. Beim Knaller von Schellhase an die Unterlatte (38.) hatte sie zudem Glück, denn es gab nicht wenige, die den Ball hinter der Torlinie gesehen hatten.
Fazit: Die Zweite verlor selbstverschuldet gegen eine allenfalls mäßig spielende Gästeelf, weil sie undiszipliniert auftrat und zudem vor allem Grzybek zu viele Freiheiten gewährte.
Vorschau: Beim Spiel in Groß Behnitz ist unsere Elf nun auf jeden Fall nur Außenseiter. Die Blau-Weißen sind gut in die Saison gestartet und mischen sogar vorn mit. In Groß Behnitz hatte die Zweite gegen das körperbetonte Auftreten der Gastgeber in jüngerer Vergangenheit wenig zu bestellen, unterlag dort zuletzt zweimal binnen dreier Monate mit 1:5 (6.6.2010) und 1:3 (5.9.2010). Um den technisch versierten Kapitän Göttling gibt es eine aggressiv zu Werke gehende Mannschaft, so dass in Groß Behnitz vor allem Fußball gearbeitet und weniger gespielt wird.

Ergebnisse, 5. Runde

Teltower FV 1913 II Werderaner FC III 3:4
Eintracht Glindow II SV 05 Rehbrücke 3:7
Caputher SV 1881 II Blau-Weiß Groß Behnitz 1:4
SG Golm/Töpitz II Eintracht Friesack II 4:3
SG Michendorf III Seeburger SV 1:2
ESV Lok Potsdam ESV Lok Elstal II 9:2
Potsdamer Kickers 94 III Paulinenaue/Hertefeld 3:2
Gemania 90 Berge SG Saarmund II 0:4

 

 
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