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14. ST.: So., 06.12.2009: Teltower FV II – Blau-Weiß Groß Behnitz 6:1 (3:1) Drucken E-Mail
Veröffentlicht von Oliver Crone   
Montag, 07. Dezember 2009

Nikolausgeschenk für die 2.


TFV II: Rathe – Rupnow – Ziggel, Puhl (Kap.) – Handke – Schwarting (78. Rother), Haym, Crone (78. Bath), Linke – El Rabah (85. Herkner), Wehle.

Tore: 1:0 Crone (9.), 2:0 Crone (30.), 2:1 Göttling (40.), 3:1 Wehle (42.), 4:1 Crone (61.), 5:1 Linke (77.), 6:1 Haym (90.).

Schiedsrichter: Hartmut Stolle (Michendorf).



Zur Lage: Unsere Elf kam in ihrem letzten Heimspiel des Jahres gegen eine stark ersatzgeschwächt angetretene Mannschaft aus Groß Behnitz – neun (!) Spieler sollen gefehlt haben – zu einem klaren 6:1-Erfolg. Damit bescherte sie ihren trotz der noch herbstlichen Temperaturen nur wenigen ausharrenden Fans zum zweiten Advent ein ordentliches Nikolausgeschenk. Allerdings sollte der Sieg nicht die Augen vernebeln. Die Blau-Weißen stellten sich an der Jahnstraße als wenig spielbegabte Truppe vor, die auch keineswegs derart „aufmüpfig“ auftrumpfte wie beim bisher einzigen Gastspiel, als die Zweite am 4. Juni 2000 über ein mageres 3:3-Remis nicht hinaus gekommen war. Damit gab es im dritten Duell den zweiten TFV-Sieg, denn bereits das Premierenaufeinandertreffen vor fast auf den Tag genau zehn Jahren hatte die Zweite am 5. Dezember 1999 in Groß Behnitz mit 3:1 gewonnen.

Personal: Nur zwei Spieler rotierten neu in die Startformation: Haym (nach Gelb-Sperre) und El Rabah (erste Mannschaft). Dafür fehlte Bertelmann (verreist), während Stamm-Libero Bath zunächst auf der Bank Platz nehmen musste. In der Schlussphase wurden erst Rother und Bath für Schwarting und Crone sowie später Herkner für El Rabah eingewechselt. Ersatztorhüter J. Radeck blieb ohne Einsatz. Der eigentlich diesmal für die Anfangself vorgesehene Tesch fiel aufgrund einer Operation am Vortage verletzungsbedingt aus.

Spielverlauf: Beide Mannschaften hielten sich nicht lange mit einer Vorrede auf, sondern legten sofort den Vorwärtsgang ein. Nachdem Thiele beim Flachschuss von Haym bereits Schwierigkeiten hatte (3.), überwand Crone den Blau-Weiß-Torhüter im Nachschuss mit einem Aufsetzer aus Nahdistanz zum ersten Mal (9.). Auf der Gegenseite setzte Göttling mit zwei ordentlichen Distanzschüssen, die nur knapp das Ziel verfehlten, die ersten Achtungszeichen (6., 17.). Insgesamt gesehen machte die TFV-Defensive um einen kompromisslosen Libero Rupnow in jener Phase aber keinen allzu sattelfesten Eindruck, da vor allem Wulf, unterstützt von Wangnick, auf der linken Angriffsseite nur schwer unter Kontrolle zu bekommen war. Erst als Groß Behnitz verletzungsbedingt wechseln musste und Wulf einen defensiveren Part einnahm, wurde es in der Abwehr unserer Elf etwas ruhiger.

Trotzdem lagen die Chancenvorteile auf Teltower Seite. Einen 20-m-Schuss von Haym konnte Thiele noch zum Eckball klären (24.), El Rabah köpfte eine Flanke von Crone völlig freistehend am Tor vorbei (27.), doch dann klingelte es wieder. Beim Eckball von Linke griff der Groß Behnitzer Schlussmann daneben, Crone war zur Stelle, bugsierte das Leder zum 2:0 in die Maschen, bevor Wehle auch noch zur Stelle gewesen wäre (30.).

Die Gäste gaben jedoch nicht so schnell auf. Beim Schuss des kurz zuvor eingewechselten Scheuer musste TFV-Torhüter Rathe schon sein ganzes Können aufbieten (35.), dann aber war Göttling bei einem auf den ersten Pfosten gezogenen Eckball von Fricke vor Rathe am Leder, köpfte zum 1:2-Anschluss ein (40.).

Nun hätte bei unserer Elf wieder das obligatorische Nervenflattern einsetzen können, doch Wehle beruhigte mit seinem Abschluss nach Musterpass von Schwarting in den Lauf des Stürmers sehr schnell die aufkommende hektische Unruhe wieder (42.), sodass es mit einem 3:1-Vorsprung in die Pause ging. Wenig vorher hatte Haym nach starkem Zuspiel von Wehle aus zehn Metern das Tor nicht getroffen (36.).

Auch im zweiten Abschnitt erarbeiteten sich beide Mannschaften einige Torchancen, wobei die Vorteile nun noch deutlicher auf Teltower Seite lagen. Erst vergab der nimmermüde Wehle, als er sich das Leder stark erkämpft hatte, dann aber überhastet am leeren Kasten vorbeischoss (47.). Und nach einem Eckball von Haym fand der parallel zur Torlinie gespielte Pass von Wehle keinen Abnehmer (50.). Eine Flanke von Haym landete auch noch auf der Torlatte (57.), bevor wieder einmal Crone zur Stelle war, als er einen Eckball von Linke zum 4:1 einköpfte (61.). Dem hätte Schwarting bereits mit dem nächsten Angriff den fünften Treffer hinzufügen können, als er von Linke mit einem feinen Diagonalpass durch den Strafraum freigespielt wurde, aber der Oldie versuchte es direkt und scheiterte dabei an Torhüter Thiele (62.). Dennoch: Jetzt häuften sich die Chancen gegen eine deutlich nachlassende Gäste-Elf, die lediglich noch über ihren Kapitän Fricke sowie Wulf gefährlich wurde. Fricke setzte einen Schuss aus der Drehung knapp vorbei (51.), den kraftvollen 20-m-Schuss von Wulf kratzte Rathe mit starker Parade noch aus dem Winkel (75.). Das war aber auch schon das letzte „Zucken“ eines sich zunehmend aufgebenden Kontrahenten, bei dem einige Spieler ohnehin nur über ein begrenztes spielerisches Potential verfügten, wobei von dieser Einschätzung neben Wulf und Fricke auch der – später allerdings nachlassende – Dauerläufer Göttling im zentralen Mittelfeld sowie der 47jährige Libero Tornow ausdrücklich ausgenommen sein sollen.

Auf der Gegenseite boten sich zahlreiche Gelegenheiten zur Resultatserhöhung. So trafen Handke (76.) und der eingewechselte Rother (85.) das fast schon verwaiste Tor nicht. Besser machten es Linke und Haym, die – zuvor bestens freigespielt – jeweils mit Flachschüssen von halblinks bzw. halbrechts wenig Mühe hatten, den Blau-Weiß-Torhüter zu überwinden (77., 90.). So hatte unsere Zweite um ihren Kapitän und Ex-Groß-Behnitzer Puhl – mit Rabisch schaute ein zweiter ehemaliger Blau-Weiße am Spielfeldrand zu – am Ende sechsmal getroffen, aber sich hoffentlich noch einige Tore für den Hinrundenabschluss am kommenden Sonnabend in Ferch aufgehoben.

Schiedsrichter: Zwar war dieser Unparteiische eigentlich für das Spiel gar nicht vorgesehen (er sollte die B-Junioren des TFV in der Neuen Wohnstadt pfeifen), aber er leitete die faire Partie ohne Probleme und ohne Verwarnungen tadellos.

Fazit: Mit einem wichtigen Sieg konnte die Zweite sich etwas Luft im Abstiegskampf verschaffen und zugleich ihr Torverhältnis deutlich verbessern, wobei allerdings der Kontrahent in dieser Verfassung kein Maßstab sein sollte.

Vorschau: Beim Tabellenzweiten Ferch ist unsere Elf am letzten Hinrundenspieltag nur Außenseiter. Auf dem als „Musterrasen“ bekannten Platz der Gemeinde am Schwielowsee wird es darauf ankommen, den Angriff des Kontrahenten unter Kontrolle zu halten. Nicht zuletzt durch die Zugänge aus Geltow hat sich in Ferch eine ambitionierte Elf gefunden, deren Zielstellung nur der Aufstieg sein kann. Bei den bisher einzigen beiden Niederlagen – zum Saisonauftakt daheim gegen Dallgow (1:2) sowie beim FC Falkensee 08 (1:2) – konnten die siegreichen Kontrahenten den SV-Angriff mattsetzen. Fußballerisch galt der SV von 1948 schon vor dem Zulauf an Geltower Akteuren als eine eher „kultiviert“ auftretende Mannschaft.

Letzte Aktualisierung ( Samstag, 21. August 2010 )
 
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